Wie kommen täglich tausende Mittagessen auf die Teller der Studierenden? Welche organisatorischen, personellen und logistischen Herausforderungen stecken hinter einem Mensagericht? Um genau diese Fragen aus erster Hand kennenzulernen, absolvierte Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs heute ein Praktikum in der Hauptmensa des Studierendenwerks Hannover.
Während seines rund zweistündigen Einsatzes begleitete der Minister den Weg eines Mensagerichts von der Warenannahme über die Produktion und Speiseplanung bis hin zur Essensausgabe. Dabei arbeitete er an verschiedenen Stationen selbst mit und erhielt Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche der Hochschulgastronomie. Im Anschluss tauschte er sich beim gemeinsamen Mittagessen mit Vertreterinnen und Vertretern der hannoverschen ASten über Erwartungen an die Hochschulgastronomie und den Studienalltag aus.
»Studierende treffen steigende Preise besonders hart. Umso wichtiger sind für sie verlässliche und bezahlbare Mensaangebote. Ich habe heute bei meinem Kurzpraktikum selbst erlebt, wie viel Organisation, Sorgfalt und Engagement notwendig sind, damit täglich tausende Essen auf den Tellern landen. Die Beschäftigten der Studierendenwerke leisten mit Ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag für gute Studienbedingungen in Niedersachsen«, sagt Wissenschaftsminister Falko Mohrs, »Deshalb wollen wir im kommenden Doppelhaushalt rund 10 Millionen Euro für das Niedersachsen-Menü bereitstellen. So kann die Erfolgsgeschichte eines warmen Mittagessens für 2,50 Euro um mindestens zwei weitere Jahre fortgeschrieben werden. Das entlastet viele Studierende ganz konkret im Alltag und ist zugleich ein klares Bekenntnis zur wichtigen Arbeit unserer Studierendenwerke.«
»Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Minister zwei Stunden Zeit nimmt, den Arbeitsalltag in einer Mensa aus nächster Nähe kennenzulernen. Umso mehr freuen wir uns, dass Falko Mohrs unsere Einladung so offen angenommen hat. Wer selbst mit anpackt, gewinnt einen ganz anderen Blick auf die Herausforderungen und die Verantwortung, die mit der täglichen Versorgung tausender Studierender verbunden sind«, sagt Michael Knüppel, Geschäftsführer des Studierendenwerks Hannover.
Das Praktikum machte deutlich: Ein Mensaessen ist weit mehr als ein Gericht auf dem Teller. Hinter jeder Mahlzeit stehen sorgfältige Planung, eingespielte Teamarbeit, hohe Qualitäts- und Hygienestandards sowie eine präzise Organisation. Frische Hochschulgastronomie ist anspruchsvoll und funktioniert nur, wenn viele Arbeitsschritte zuverlässig ineinandergreifen.
Das Studierendenwerk Hannover betreibt 14 Mensen und Cafeterien an den Hochschulstandorten in Hannover und versorgt im Semester täglich rund 10.000 Gäste. Die Anforderungen an die Hochschulgastronomie reichen dabei von der bedarfsgerechten Produktionsplanung über Lebensmittelsicherheit und Kennzeichnung bis hin zu Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und einem vielfältigen Speisenangebot. Gleichzeitig gilt es, die Essenpreise für Studierende möglichst niedrig zu halten.
Das Praktikum fand auch vor dem Hintergrund der geplanten Fortführung des Niedersachsen-Menüs im Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 statt. Im ersten Halbjahr 2026 gab das Studierendenwerk Hannover insgesamt 195.024 Niedersachsen-Menüs an Studierende aus. Das waren 25,3 Prozent aller an Studierende ausgegebenen Essen in diesem Zeitraum.
Ergänzt wird das »Niedersachsen Menü« in den Mensen des Studierendenwerks Hannover durch die täglich angebotene Pasta-Linie, die Studierende regulär für 2 Euro erhalten. Sie erreichte im ersten Halbjahr 2026 einen Anteil von 22,7 Prozent aller an Studierende ausgegebenen Essen. Damit entscheidet sich derzeit knapp die Hälfte der Studierenden in den Mensen des Studierendenwerks Hannover für ein besonders preisgünstiges Mittagessen.
