Wohnen

Mehr Wohnraum für Studierende

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Gerade mal für 6,7 Prozent der Studierenden gibt es in Hannover einen Wohnheimplatz. Das ist viel zu wenig für einen so nachgefragten Studienstandort mit knapp 47.000 Studierenden. Daher engagiert sich das Studentenwerk dafür, neuen und vor allem bezahlbaren Wohnraum für Studierende zu schaffen. Seit 2014 konnten bereits vier Wohnheim-Neubauprojekte realisiert werden. Jetzt wird ein bereits bestehendes Wohnheim nachverdichtet. Durch die Erweiterung um eine Etage, entstehen an der Hufelandstraße 50 neue Wohnheimplätze. Nun hat das Studentenwerk Hannover Richtfest gefeiert, bereits im Oktober 2022 sollen die ersten Zimmer bezugsfertig sein.

»Die horrenden Grundstückpreise und die mangelnde Verfügbarkeit von Grundstücken machen es für uns aktuell unmöglich, ein weiteres Neubauprojekt zu realisieren. Daher haben wir unsere Wohnheime daraufhin geprüft, wo wir durch Nachverdichtung noch weiteren Wohnraum für unsere Studierenden gewinnen können«, erklärt Michael Knüppel, Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover.

Das Wohnheim Hufelandstraße bot sich an. Dort sind bereits jetzt 167 Wohnheimplätze vorhanden. Mit der Aufstockung entstehen nun 46 neue Einzelapartments und zwei Zweizimmer-Wohnungen.

Die neue Etage wird als leichte Holzkonstruktion aus vorgefertigten Wand- und Deckenelementen errichtet. Bei der Wahl des Materials war dem Studentenwerk der ökologische Aspekt der Nachhaltigkeit ein wichtiges Anliegen. Zudem wird die Montagezeit bei vorgefertigten Wand- und Deckenelementen vor Ort deutlich verkürzt, während gleichzeitig die Ausführungsqualität durch die Vorfertigung in der Werkstatt erhöht wird. Das Projekt realisiert die vorrink wagner architekten gmbh.

Der Ausbau des Vorderhauses wird voraussichtlich bereits im Oktober 2022 abgeschlossen sein, so dass die ersten 25 Wohnheimplätze neu bezogen werden können. Der Ausbau des Hinterhauses dauert noch etwa sechs Monate länger. Grund ist hierfür ein versetzter Baubeginn wegen Lieferproblemen beim Holzbau. Das lag zum einen an den wegen Corona unterbrochenen Lieferketten, zum anderen an der gestiegenen Nachfrage nach Holz vor allem in den USA und China und der damit einhergehenden mangelnden Verfügbarkeit von Holz.

Parallel zur Aufstockung der Hufelandstraße wird auch eine energetische Bestandssanierung durchgeführt. Das Bauprojekt hat einen Umfang von circa 10 Millionen Euro. Knapp 3 Millionen davon werden durch Fördermittel finanziert, die sich aus KfW-Tilgungszuschüssen und einem Zuschuss des Landes Niedersachsen zusammensetzen.

»Wir wollen uns auch in Zukunft weiter für mehr studentischen Wohnraum engagieren. Dafür sind wir aber unbedingt auf weitere Fördermittel angewiesen. Gerade in der aktuellen Situation, in der die Baupreise zum Teil förmlich explodieren, brauchen wir zusätzliche Mittel. Nur so können wir dauerhaft faire Mieten für unsere Studierenden ermöglichen«, betont Knüppel.

 

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