Ein Kaffee unterwegs, eine kurze Fahrt mit dem E-Scooter, mehrere Streaming-Abos oder ein Einkauf auf Rechnung: Einzelne Beträge wirken oft überschaubar. Zusammengerechnet können sie das monatliche Budget aber schnell belasten. Laut der Studie „Jugend in Deutschland 2025“ sind etwa 20 Prozent der 14- bis 29-Jährigen in Deutschland verschuldet. Daher solltest du deine eigenen Ausgaben regelmäßig zu überprüfen, gerade dann, wenn viele kleinere Zahlungen oder Raten parallel laufen.
Vorsicht bei »Buy now, pay later«
Heute bestellen, später zahlen: Solche Angebote machen Onlinekäufe besonders einfach. Dabei solltest du im Blick behalten, dass du mit dem Kauf eine Zahlungsverpflichtung eingehst. Wenn mehrere Rechnungen gleichzeitig fällig werden oder eine Zahlungsfrist verstreicht, können zusätzliche Kosten entstehen. Prüfe daher vor dem Kauf, ob du den Betrag zum Fälligkeitstermin wirklich zur Verfügung hast, und notiere dir offene Zahlungen.
Auch kleine Beträge summieren sich
Ein Beispiel: 3 Euro für zehn Minuten E-Scooter klingt zunächst nicht nach viel. Wer jeden Tag fährt, gibt dafür im Monat aber rund 90 Euro aus. Je nach Situation können Bus, Bahn oder Fahrrad deutlich günstiger sein. Für viele Studierende ist das Deutschlandticket bereits über den Semesterbeitrag abgedeckt. Auch bei Abos, Probeangeboten und kleinen Spontankäufen lohnt sich ein regelmäßiger Check: Welche Kosten laufen jeden Monat weiter? Welche Angebote nutzt du wirklich noch?
Drei einfache Tipps für mehr Überblick
- Schreib dir deine festen monatlichen Ausgaben und offenen Zahlungen auf.
- Prüfe regelmäßig Abos, Ratenkäufe und wiederkehrende Kosten.
- Lege Zahlungsfristen direkt im Kalender oder Smartphone ab.
Du musst dabei nicht auf alles verzichten. Entscheidend ist, dass du weißt, wofür dein Geld ausgegeben wird und welche Zahlungen noch auf dich zukommen.
Unterstützung bei finanziellen Fragen
Wenn du Fragen rund um deine Studienfinanzierung hast, kannst du dich an unsere Sozialberatung wenden. Dort bekommst du Unterstützung bei finanziellen und sozialen Fragen im Studienalltag. Wenn Schulden bereits zum Problem geworden sind, bietet außerdem die Schuldner- und Insolvenzberatung der Stadt Hannover kostenlose Unterstützung für Bürger*innen in Hannover.
