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Die PreisträgerInnen 2020

Einzelpersonen

Paula Breland

Paula Breland

Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Bereich »Vielfältiges Engagement« | 500 Euro

Paula Breland, Studentin im Bachelorstudiengang Musik – Künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, engagiert sich seit zwei Jahren im Vorstand des Jungen Philharmonischen Orchesters Niedersachsen e. V. Dieses semiprofessionelle Orchester gibt Musikstudierenden die Möglichkeit, Repertoire und intensive Probenarbeit kennenzulernen, um sich damit auf das spätere Berufsleben vorzubereiten. Paula Breland ist Mitglied des Studierendenparlaments und engagiert sich hier insbesondere im Arbeitskreis Vernetzung: Dieser AK hat das Ziel, dass die Studierenden aus den Bereichen Klassik, Jazz/Rock/Pop, Medien und Schauspiel durch gemeinsame Kurse und Seminare voneinander lernen und dadurch voneinander profitieren können. Darüber hinaus spielt Paula Breland seit mehreren Jahren im Rahmen des Vereins Klassik in der Klinik e. V. und der Yehudi Menuhin-Stiftung – Live Musik Now e. V. in sozialen Einrichtungen und musiziert für Menschen, die keine Konzerte besuchen können, weil sie zum Beispiel in Psychiatrien, Hospizen oder Gefängnissen leben.

Katharina Krauße und Sebastian Blum

Sebastian Blum und Katharina Krauße

Hochschule Hannover
Bereich »Unterstützung bei Kontaktschwierigkeiten« | 2 x 500 Euro

Katharina Krauße und Sebastian Blum bieten seit mehreren Jahren mit Unterstützung der Psychologisch-Therapeutischen Beratung für Studierende (ptb) die Selbsthilfegruppe KONTAKT (Kennenlernen Orientierung Netzwerk Tatkraft Aktiv Kommunizieren Treffen) an. Die beiden Studierenden ermöglichen mit diesem Angebot Studierenden, die wenig Sozialkontakte haben, die sich einsam fühlen oder denen es schwer fällt, auf andere zuzugehen, mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Semesterbegleitend werden gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant und durchgeführt. Dieses führt zum Abbau von Ängsten und stellt eine wertvolle Ergänzung zu den beraterisch-therapeutischen Angeboten der ptb dar. Katharina Krauße und Sebastian Blum erhalten eine Aufwandsentschädigung, die über das Studentenwerk Hannover finanziert wird. Die beiden setzen diese Mittel jedoch für die Kosten der Freizeitaktivitäten wieder ein, um Studierenden mit einem schmalen finanziellen Budget die Teilnahme zu ermöglichen. Das Engagement der beiden Studierenden geht weit über den mit der ptb vereinbarten Zeitrahmen hinaus.

Gruppe

Studierende in der »Familienfreundliche Hochschule AG«, Institut für Sportwissenschaften

Leon Spickschen mit Tochter
Susann Hoge mit Töchtern
Tabea Früchtenicht
 

Leibniz Universität Hannover
Bereich »Studieren mit Kind« | 1.500 Euro

Die »Familienfreundliche Hochschule AG«, die vor rund anderthalb Jahren von den beiden Studentinnen Susan Hoge und Tabea Früchtenicht gegründet wurde und der sich inzwischen der Student Leon Spickschen und fünf MitarbeiterInnen des Instituts für Sportwissenschaften angeschlossen haben, setzt sich für die bessere Vereinbarung von Studium, Elternschaft und Studierendenjobs am Institut ein. Die AG steht im Austausch mit studentischen Eltern und sensibilisiert für das Thema »Studieren mit Kind«. Zwei VertrauensdozentInnen konnten hinzugewonnen werden, die erste Anlaufstelle bei Problemen durch die Mehrbelastung durch Familienarbeit sind und als Schnittstelle zwischen den Studierenden, dem Fachrat Sportwissenschaft, dem Institut für Sportwissenschaft und anderen Stellen der Leibniz Universität Hannover fungiert. Als kurzfristige Verbesserung wurden mobile Spielkisten (Bauklötze, Spielzeugautos, Puzzles, Malutensilien usw.) angeschafft, damit Kinder in Notfallbetreuungssituationen beschäftigt sind.

Sonderpreise

Einkaufshilfe Hannover

Maria Ravvina
Melanie und Arbona Brahimi
Rebecca Dorsch
Maria Willenborg
Victoria Fricke
 

Hochschulübergreifend
Bereich »Hilfe in der Corona-Krise« | 1.000 Euro

Maria Ravvina und Rebecca Dorsch, Studentinnen der HMTMH und der LUH, haben in der ersten Märzhälfte 2020 und damit gleich zu Beginn der Corona-Krise die Einkaufshilfe Hannover gegründet. Gemeinsam mit Victoria Fricke (LUH), Arbona und Melanie Brahimi (MHH) sowie Maria Willenborg (HMTMH und LUH) bildete sich ein sechsköpfiges Organisationsteam, das Flyer entwarf, die Presse kontaktierte und versuchte, Helfende und Hilfesuchende zueinanderzubringen. Über soziale Medien wurde ein Aufruf an Studierende gestartet, für Personen aus Risikogruppen, ältere Menschen, Kranke und Personen in Quarantäne einkaufen zu gehen. Inzwischen sind über 1.300 Helfende in der HelferInnen-Datenbank gelistet, und über 170 Hilfesuchenden wurde bereits geholfen. Der Kontakt wird über ein Koordinations-Telefon hergestellt, das täglich besetzt ist und abwechselnd von 15 ehrenamtlichen Helfenden betreut wird.

Solidarität statt Hamsterkäufe

Netzwerk »Solidarität statt Hamsterkäufe«

Hochschulübergreifend
Bereich »Hilfe in der Corona-Krise« | 1.000 Euro

Jonas Negenborn, Student der Leibniz Universität Hannover, hat zusammen mit vier StudentInnen und AbsolventInnen der Leibniz Universität, der Hochschule Hannover und der TU Braunschweig das Netzwerk »Solidarität statt Hamsterkäufe« ins Leben gerufen, das Personen, die von Isolation und Quarantäne betroffen sind, und HelferInnen zusammenbringt. Ob Einkauf, Hunde spazieren führen, Kinder betreuen oder anderes: es wird versucht, Helfende und Hilfesuchende in Kontakt miteinander zu bringen. Das Netzwerk stellt auf seiner Homepage solistatthamster.org verschiedene Materialien zur Verfügung, u. a. eine in mehreren Sprachen erläuterte Liste, die ins Treppenhaus gehängt werden kann und in die sich Helfende und Hilfesuchende eintragen können. Rund 3.500 HelferInnen machen bei dem Netzwerk mit, rund 100 Hilfesuchende haben das Angebot bereits genutzt. Die Anzahl der Personen, die sich über die Gruppen und Netzwerke in den Sozialen Medien miteinander verbunden haben, lässt sich nicht beziffern.

Mehr Infos zum Netzwerk gibt es auf deren Website.

Musa Fibra

Musa Fibra

Leibniz Universität Hannover
Bereich »Engagement weltweit« | 1.000 Euro

Musa Fibra ist ein von Studierenden entwickeltes interdisziplinäres Projekt, bei dem aus nicht mehr benötigten Ananasblättern in Anbaugebieten in Costa Rica durch chemische Verfahren Zellulose hergestellt wird. Elf Studierende aus den Bereichen Pflanzenbiotechnologie, Chemie, Jura und Wirtschaftswissenschaften setzen sich dafür ein, dass aus dem Abfallprodukt vor Ort handgeschöpftes Papier hergestellt wird, welches in Deutschland zu hochwertigen Visitenkarten verarbeitet wird, die an nachhaltig denkende Unternehmen verkauft werden. Durch das Projekt werden in Costa Rica neue Arbeitsplätze geschaffen, außerdem wird für eine nachhaltige Nutzung eines Abfallprodukts der Ananasplantagen gesorgt.

Mehr Infos zu Musa Fibra gibt es auf der Website von Hafven.

 

Ansprechpartner

Studentenwerk Hannover
Abt. Soziales und Internationales 
Sozialberatung
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Postadresse Postfach 58 20
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Tel. (05 11) 76-88 919
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