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Krankenversicherung

Die Einschreibung an der Hochschule ist nur möglich, wenn ein Nachweis über einen bestehenden Krankenversicherungsschutz vorgelegt wird. Die wichtigsten Regelungen zum Thema Krankenversicherung haben wir hier zusammengestellt:

Versicherungspflicht

Studierende, die an staatlich anerkannten Hochschulen eingeschrieben sind, fallen unter die Krankenversicherungspflicht in gesetzlichen Krankenkassen.

Studierende, die in der gesetzlichen Krankenversicherung ihrer Eltern, EhepartnerInnen oder sonstigen Unterhaltspflichtigen mitversichert (familienversichert) sind, müssen sich jedoch nicht selbst versichern, sondern können sich weiterhin beitragsfrei über die Angehörigen versichern. Die Altersgrenze für die Familienversicherung beträgt allgemein 25 Jahre. Wenn sich die Ausbildung durch Wehr- oder Zivildienst verzögert hat, besteht Anspruch auf Familienversicherung auch für einen dem Dienst entsprechenden Zeitraum über das 25. Lebensjahr hinaus.

Eine Familienversicherung ist nicht möglich, wenn nur ein Elternteil Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, der andere mit den Kindern verwandte Elternteil und Ehegatte des Mitglieds mit seinem Einkommen aber über der Jahresversicherungspflichtgrenze von 60 750 € (Stand 2019) liegt und privat versichert ist. Eine Familienversicherung ist auch dann ausgeschlossen, wenn das regelmäßige Gesamteinkommen des Studierenden monatlich 445 € (bei einem Minijob: 450 €) übersteigt.

Ohne eigene Beitragsleistung bleiben auch Studierende versichert, die eine Rente der Rentenversicherung der Arbeiter oder der Angestellten oder der Bundesknappschaft beziehen.

Befreiung von der Versicherungspflicht

Grundsätzlich können sich Studierende innerhalb bestimmter Fristen von der Versicherungspflicht befreien lassen. Eine Befreiung ist allerdings nur für Studierende möglich, die anderweitig (also privat und/oder durch Beihilfeleistungen) krankenversichert sind.

Der Befreiungsantrag von der Versicherungspflicht ist innerhalb von drei Monaten nach Beginn der studentischen Versicherungspflicht (das ist in der Regel der Studienbeginn oder das Ende der Familienversicherung; nicht aber der Beginn eines Semesters) bei der Krankenkasse zu stellen, bei der die oder der Studierende zuletzt versichert war. Bestand bisher keine Versicherung (auch keine Familienversicherung) bei einer gesetzlichen Krankenkasse, kann der Antrag an jede gesetzliche Krankenkasse gerichtet werden.

Bei der Befreiung von der Versicherungspflicht handelt es sich um eine endgültige Entscheidung, da die Befreiung während des gesamten Studiums nicht widerrufen werden kann. Auch nach dem Studium kann der gesetzlichen Krankenversicherung nicht ohne Weiteres (wieder) beigetreten werden. Nur wenn der/die ehemalige Studierende als ArbeitnehmerIn wieder versicherungspflichtig wird, spielt die Befreiung von der studentischen Versicherungspflicht keine Rolle mehr.

Privatversicherung

Privat versicherte Studierende können sich von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen. Ein entsprechender Antrag muss bei der zuständigen Krankenkasse innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht gestellt werden. Die Befreiung wirkt von Beginn des Kalendermonats an, der auf die Antragstellung folgt. Es empfiehlt sich, den Befreiungsantrag bereits vor Beginn des Semesters zu stellen, da sonst Versicherungs- und Beitragspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht.

Antragsformulare halten die privaten Versicherungsunternehmen bereit. Jede/r Studierende muss sich vor der Einschreibung mit seiner zuständigen Krankenkasse in Verbindung setzen, um eine Versicherungsbescheinigung zu erhalten. Die Krankenkasse stellt eine Bescheinigung darüber aus, ob der/die Studierende bei ihr versichert ist oder von der Versicherungspflicht befreit ist.

Bei einer privaten Krankenversicherung ist zu beachten:

  • In der Krankenversicherung besteht für Familienmitglieder eigene Beitragspflicht.
  • Sämtliche Kosten müssen vorfinanziert werden und werden erst später durch die private Kasse erstattet.
  • Der Beitrag steigt mit zunehmendem Alter progressiv an.
  • Frauen zahlen grundsätzlich mehr als Männer.
  • Bei zu hohem finanziellen Risiko kann die private Krankenkasse den Versicherungsvertrag kündigen.
  • Einmal aus der gesetzlichen Krankenkasse ausgetreten, muss man in der Regel bis zum Ende des Studiums in der privaten Kasse bleiben. Wenn zwischen Bachelor- und Masterstudium mindestens ein Monat Unterbrechung (Exmatrikulation) liegt, kann im darauf folgenden Masterstudium die Aufnahme in eine gesetzliche Krankenversicherung beantragt werden.
  • Bei Ende des Studiums, spätestens mit Vollendung des 34. Lebensjahres endet auch der relativ günstige Beitrag des Privaten Studentischen Krankenversicherungs-Tarifes.

Zuständige Kasse

Studierende, die in der studentischen Krankenversicherung pflichtversichert sind, können ihre Krankenversicherung frei wählen. Auch während des Studiums ist es unter Wahrung bestimmter Kündigungsfristen möglich, die Krankenkasse zu wechseln.

Ist der Studienbewerber/Student bzw. die Studienbewerberin/Studentin bereits aufgrund anderer Vorschriften in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert (weil dort z. B. eine Rente von der deutschen Rentenversicherung oder aus der knappschaftlichen Rentenversicherung bezogen wird), bleibt die Krankenkasse zuständig, bei der er/sie bereits versichert ist.

Für StudienbewerberInnen/Studierende, für die Anspruch auf Familienversicherung in einer gesetzlichen Krankenversicherung besteht, ist die Krankenkasse zuständig, bei der die Eltern oder die sonstigen Unterhaltspflichtigen versichert sind und die die Leistungen bisher erbracht hat.

Für StudienbewerberInnen/Studierende, die bereits eine Bescheinigung über die Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherung aus sonstigen Gründen besitzen, ist die Krankenkasse zuständig, die den Befreiungsbescheid erteilt hat.

Beitragshöhe

Der Krankenversicherungsbeitrag für versicherungspflichtige Studierende beträgt derzeit monatlich 76,04 €. Hinzu kommen noch die Beiträge für die Pflegeversicherung: 22,69 € für Studierende unter 23 Jahren und Studierende mit Kind bzw. 24,55 € für Studierende, die älter als 23 Jahre sind und keine Kinder haben. Zusätzlich erhebt jede Krankenkasse einen unterschiedlichen Zusatzbeitrag – informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse.

Zum Ausgleich für diese Aufwendungen erhalten nach dem BAföG geförderte Studierende einen um monatlich 84 € erhöhten Förderungsbetrag. Eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage in der Abteilung Förderung stellt die zuständige Krankenkasse auf Antrag aus.

Die Versicherungspflicht – und damit der günstige Beitrag – besteht allerdings nur für Studierende bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters bzw. längstens bis zum Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird. Eine Verlängerung ist in Ausnahmefällen möglich; hierzu berät die Sozialberatung des Studentenwerks gerne. Studierende, die freiwillig versichert sind und nach dem BAföG gefördert werden, erhalten als Ausgleich für die höheren Beiträge in der freiwilligen Krankenversicherung nachweisabhängig bis zu 155 € monatlich.

Wer aus der studentischen Krankenversicherung ausscheidet, kann, solange sie/er noch immatrikuliert ist, für die Dauer eines halben Jahres zu einem günstigen »Übergangsbeitrag« oder »Absolvententarif« eingestuft werden. Nach dessen Ablauf kann sie/er dann freiwilliges Mitglied der Krankenversicherung werden. Der Krankenversicherungsbeitrag für AbsolventInnen liegt unter dem Beitrag für freiwillig Versicherte – informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse!

Befreiung von Zuzahlungen

Es gibt keine generelle Befreiung von Zuzahlungen mehr. Jede/r Versicherte muss zunächst alle Zuzahlungen zu Medikamenten etc. selber leisten. Damit die finanzielle Belastung nicht zu hoch wird, dürfen die Zuzahlungen 2 % des jährlichen Haushaltseinkommens jedoch nicht übersteigen.

Für Personen ohne regelmäßiges Einkommen ergibt sich eine Belastungsgrenze von 101,76 € (2 % des Regelsatzes des Haushaltsvorstands nach dem SGB II); d. h. dieser Betrag muss selbst finanziert werden. Die übersteigenden Kosten übernimmt die jeweilige Krankenkasse. Zum Nachweis müssen alle diesbezüglichen Quittungen gesammelt und dann der Krankenkasse vorgelegt werden. Wird dieser Betrag schon im laufenden Jahr erreicht, erhält man für die verbleibenden Monate eine Befreiungskarte.

Ende der Versicherungspflicht

Die Mitgliedschaft als versicherungspflichtige/r Studierende/r endet einen Monat nach Ablauf des Semesters, für das er/sie sich zuletzt eingeschrieben bzw. zurückgemeldet hat, spätestens mit der Exmatrikulation. Dadurch wird erreicht, dass eine verspätete Rückmeldung bis zur Dauer von einem Monat nach Semesterbeginn nicht zur Unterbrechung der Mitgliedschaft führt.

Außerdem scheiden Studierende aus der gesetzlichen Krankenversicherung für Studierende aus, wenn sie länger als 14 Fachsemester studieren oder älter als 30 Jahre sind oder wenn eine andere vorrangige Versicherungspflicht eintritt (z. B. als ArbeitnehmerIn)

Selbst wenn das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet ist, endet die Versicherungspflicht mit Ablauf des 14. Fachsemesters. Grundsätzlich zählt als Fachsemester jedes absolvierte Semester, auch wenn sie in Teilzeit studiert wurden. Unter Fachsemester fallen nicht:

  • Urlaubssemester
  • Semester eines früheren (abgebrochenen oder abgeschlossenen) Studiums, d. h. die Begrenzung auf 14 Fachsemester bezieht sich immer nur auf einen Studiengang
  • nicht angerechnete Semester bei Fachrichtungswechsel

Ausnahmsweise kann auch nach Abschluss des 14. Fachsemesters bzw. nach Vollendung des 30. Lebensjahres die studentische Versicherungspflicht fortbestehen. Diese Ausnahmen können sein:

  • die Art der Ausbildung
  • familiäre und persönliche Gründe
  • Nichtzulassung zur gewählten Ausbildung im Auswahlverfahren
  • Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten Bildungsweg
  • gesetzliche Dienstpflicht und Zivildienst
  • Freiwilliges Soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst, Entwicklungshilfedienst
  • Mitarbeit in den Gremien der Hochschule

Die Krankenkassen entscheiden über eine mögliche Verlängerung der Versicherungspflicht immer jeweils im Einzelfall. Erkennt die Krankenkasse die vorgetragenen Ausnahmegründe nicht an, kann gegen diese Entscheidung binnen eines Monats Widerspruch eingelegt werden. In diesem Fall sollte der Antrag auf Verlängerung der Versicherungspflicht noch einmal detailliert begründet werden. Widerspruch oder auch Klage hat jedoch keine aufschiebende Wirkung. Deshalb ist es ggf. erforderlich, sich hilfsweise freiwillig weiterzuversichern.

Achtung! Die gesetzliche Versicherungspflicht gilt für alle. Das heißt, Sie müssen sich in jedem Fall – egal ob gesetzlich oder privat versichert – nach dem Ende der studentischen Pflichtversicherung weiterversichern. Wer derzeit ohne Versicherungsschutz ist, muss von der Krankenversicherung, bei der er/sie zuletzt versichert war, weiterversichert werden. Bei der Privatversicherung gibt es hierfür den Basistarif.

Ausländische Studierende

Ausländische Studierende bzw. Studierende mit Wohnsitz im Ausland, die an einer deutschen Hochschule immatrikuliert sind, sind ebenfalls versicherungspflichtig.

Versicherungspflicht liegt jedoch nicht vor, wenn für die/den Studierende/n aufgrund über- oder zwischenstaatlichen Rechts Anspruch auf Sachleistungen gegenüber einem Träger im Heimatland besteht.

Die Altersgrenze bis zum 30. Lebensjahr und die Begrenzung auf 14 Fachsemester gelten für ausländische Studierende ebenso wie für deutsche. Dies gilt auch für die Regelungen der Ausnahmetatbestände für die Überschreitung dieser Fristen.

Bei Gast- und Ergänzungsstudien im Anschluss an ein Studium im Heimatland zählen die dort absolvierten Semester mit, soweit sie hochschulrechtlich angerechnet werden.

Die Mitversicherung von Ehepartnern und/oder Kindern von versicherungspflichtigen ausländischen Studierenden ist in der Regel problemlos möglich, wenn die mitversicherten Familienmitglieder ebenfalls am Studienort ordnungsgemäß gemeldet sind.

 

Ansprechpartner

Studentenwerk Hannover
Abt. Soziales und Internationales 
Sozialberatung
Besuchsadresse Lodyweg 1 C
30167 Hannover
Postadresse Postfach 58 20
30058 Hannover
Tel. (05 11) 76-88 919
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