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BAföG-Reform

Mehr BAföG für mehr Studierende

Damit wieder mehr Studierende von einer BAföG-Förderung profitieren, hat die Bundesregierung am 17.05.2019 die 26. BAföG-Novelle verabschiedet.

Die Reform tritt zum Wintersemester 2019/20 in Kraft. Die Bedarfssätze und Freibeträge steigen, das heißt: Es gibt mehr Geld für mehr Studierende. Eine weitere Anpassung zum Wintersemester 2020/21 folgt.

Wir verraten Ihnen, wie Sie von der BAföG-Reform profitieren können. 

Was ändert sich?

Mehr Geld fürs Wohnen, höhere Einkommensfreibeträge und höhere Kinderbetreuungszuschläge – die wichtigsten Änderungen der 26. BAföG-Novelle in der Übersicht:

Mehr Geld vom Staat

Der bisherige Höchstsatz lag bei 735 Euro im Monat. Dieser wird in zwei Stufen bis zum Wintersemester 2020/21 auf bis zu 861 Euro (2019/20: 853 Euro) angehoben. Erstmalig wird berücksichtigt, dass Studierende über 30 Jahre mehr für ihre Krankenversicherung zahlen müssen. Wer die Kosten nachweisen kann, erhält monatlich bis zu 189 Euro.

BAföG für Studierende WiSe 2019/2020 WiSe 2020/2021
Grundbedarf 419 Euro 427 Euro
Wohnpauschale (eigene Wohnung/WG) 325 Euro 325 Euro
Wohnpauschale (bei den Eltern) 55 Euro 56 Euro
Zuschlag KV und PV (unter 30 Jahre) 109 Euro* 109 Euro*
Zuschlag KV und PV (über 30 Jahre) 189 Euro** 189 Euro**
Förderungshöchstbetrag 853 Euro 861 Euro

* Dieser Zuschlag wird Ihnen nur gewährt, wenn Sie selbst versichert sind (in der Regel erst ab dem 25. Lebensjahr).

** Dieser Zuschlag von bis zu 189 Euro wird Ihnen nur gewährt, wenn Sie sich ab 30 Jahre selbst versichern und diese Kosten entsprechend nachweisen.

Mehr BAföG für mehr Studierende

Das Gehalt der Eltern ist zentraler Faktor bei der Berechnung der monatlichen Förderungssumme. Oftmals fallen Studierende aus der Förderung, da das Einkommen ihrer Eltern über den sogenannten Freibeträgen liegt. Ursache hierfür ist, dass sich die Gehälter in der Regel den marktüblichen Werten angepasst haben, während die Freibeträge im BAföG über sechs Jahre nicht angepasst wurden.
Dies ändert sich mit der Reform zum Wintersemester 2019/20. Die Freibeträge werden in drei Stufen bis 2021 um 16 Prozent angehoben, wodurch wieder mehr Studierende förderberechtigt sind.

Mehr eigene Rücklagen

Für die Berechnung des BAföG-Satzes ist Ihr eigenes Vermögen von Interesse. Im Zuge der Novelle werden die Freigrenzen hierfür von 7.500 Euro auf 8.200 Euro erhöht. Allerdings tritt diese Anpassung erst zum Wintersemester 2020/21 in Kraft!

Die Einkommensfreibeträge belaufen sich weiterhin auf 5.400 Euro pro Jahr, die Sie anrechnungsfrei aus nicht selbstständiger Tätigkeit hinzuverdienen dürfen.

Schuldenerlass nach 20 Jahren

Wie bisher ist die Rückzahlungssumme gedeckelt. Wer die Summe auch nach 20 Jahren nicht komplett zurückzahlen kann, dem wird seine Restschuld künftig erlassen.

Die Quartalsraten steigen ab dem 01.04.2020 auf 390 Euro (130 Euro im Monat), sodass Studierende maximal 77 Raten begleichen müssen (= 10.010 Euro). So können Sie innerhalb von 6 ½ Jahre Ihre BAföG-Schulden begleichen.

Rabatte für eine frühzeitige Rückzahlung auf einen Schlag werden auch weiterhin gewährt, jedoch sollen diese zukünftig verringert werden. Genaue Zahlen stehen noch aus. (Stand: 01.07.2019).

Höhere Zuschläge für Studierende mit Kind

Der Kinderbetreuungszuschlag wird von nun an für Kinder bis 14 Jahre (U14) gewährt. Der Betrag selbst steigt in zwei Stufen bis Wintersemester 2021/22 auf 150 Euro monatlich pro Kind an.

Bis zu diesem Alter (U14) werden zukünftig auch Verzögerungen in der Ausbildung berücksichtigt beziehungsweise ist dies Grund für eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus.

Auch können die im BAföG festgelegten Altersgrenzen von 30 Jahren (beziehungsweise 35 Jahren bei Beginn eines Masterstudiums) indivuduell nach oben verschoben werden, wenn Sie durch die Erziehung Ihrer Kinder bis zum 14. Lebensjahr Ihre eigene Erstausbildung aufgeschoben haben. (Achtung: kein Automatismus, lassen Sie sich dazu in Ihrer BAföG-Abteilung beraten.)

Die Vermögensfreibeträge steigen zum Wintersemester 2020/21 leicht. Pro Kind bleiben zuzüglich zum eigenen Vermögen weitere 2.300 Euro anrechnungsfrei.

Pflege von Angehörigen wird anerkannt

Neu im Gesetz verankert ist die Pflege von Angehörigen. Studierende, die nahestehende Familienmitglieder (ab Pflegegrad 3) betreuen, können auch über die Förderungshöchstdauer hinaus BAföG beziehen.

Darlehen ohne Zinsen

Erst einmal vorweg: Die Förderung nach BAföG oder nach BAföG-Bankdarlehen beschreiben zwei unterschiedliche (!) Förderungsformen. Für bisherige Darlehens-Empfängerinnen und -Empfänger gibt es keine Neuerungen.

Allerdings wird es das verzinsliche BAföG-Bankdarlehen ab dem Wintersemester 2019/20 in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. Aus dem bisher verzinsten Darlehen wird ein unverzinstes Darlehen vom Staat, das Studierende auch weiterhin als Hilfe zum Studienabschluss beantragen können.

Im Unterschied zum BAföG muss beim unverzinslichen Staatsdarlehen auch künftig die vollständige Summe beglichen werden – jetzt aber ohne zusätzliche Zinsen! Die Konditionen zur Rückzahlung orientieren sich in der Regel an denen der »normalen« BAföG-Schulden.

 

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