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Schuldenfallen

Viele Studierende stehen mit der Aufnahme des Studiums das erste Mal komplett »auf eigenen Füßen« – sprich, sie müssen lernen, in allen Lebensbereichen mit ihrem Geld umzugehen. Dabei geraten sie leicht in Gefahr, sich aufgrund der Ihnen bisher unbekannten Angebote und Geschäftspraktiken zu verschulden.

Ein Beispiel sind Mobiltelefone (»Handys«). Anbieter werben mit den neuesten Handys – gratis! Um das kostenlose Handy zu erhalten, muss natürlich ein Vertrag abgeschlossen werden – oft über 24 Monate. Und die Freude über das Handy und eventuelle zusätzliche »Geschenke« wie Digitalkameras oder Computerspielkonsolen lässt über teure Telefontarife hinweg sehen. Vielfach ist daher ein Prepaid-Handy günstiger. Um zu telefonieren oder SMSen zu verschicken, müssen Sie eine Karte, z. B. im Wert von 10 Euro, kaufen, die Sie dann abtelefonieren können. So ist sichergestellt, dass Sie nicht mehr Geld vertelefonieren, als Sie besitzen.

Eine weitere Schuldenfalle ist der Dispositionskredit des Giro-Kontos. Selbstverständlich ist dieser Kredit nicht zinsfrei – er ist im Gegenteil besonders teuer, weil hier sehr hohe Zinsen anfallen! Auch bei der Verwendung von Kreditkarten müssen Sie im Gedächtnis behalten, dass Sie besser nur Geld ausgeben sollten, das Ihnen real zur Verfügung steht.

Denn eines ist sicher: Sie müssen Darlehen auf jeden Fall zurückzahlen. In Deutschland herrscht eine recht rigide Zahlungsverpflichtung. In der Regel werden Zahlungen nicht gestundet. Ob es sich um Miete, Semesterbeitrag oder Krankenkassenbeiträge handelt: Zahlen Sie pünktlich. Falls Sie einmal nicht in der Lage sein sollten, Ihren Verpflichtungen nachzukommen, wenden Sie sich umgehend an die entsprechende Institution. Und nehmen Sie auf gar keinen Fall Kredite bei privaten Geldgebern auf! Die Geschäftsbedingungen mancher sogenannter »Kredithaie« sind oftmals am Rande der Legalität und schädigen DarlehensnehmerInnen nachhaltig.

Weitere wichtige Schuldenfallen sind die Anschaffung eines Autos, dessen laufende Kosten häufig unterschätzt werden, und (Raten-)Käufe bei Versandhäusern, die über ein »Kundenkonto« bezahlt werden.

Versuchen Sie, Ihr Guthaben und Ihre Ausgaben im Auge zu behalten. Am besten geht das, wenn Sie gerade Ihre Einkäufe bar bezahlen. So können Sie sehen, wie viel Geld Sie wirklich haben und ausgeben.

Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie im Schuldenratgeber der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung.

Wenn Sie sich verschuldet haben, stellen Sie sich dieser Situation und wenden Sie sich möglichst sofort an eine Schuldnerberatung! Anlaufstellen und weitere Informationen finden Sie unter hannover.de.

 

Ansprechpartner

Studentenwerk Hannover
Abt. Soziales und Internationales 
Sozialberatung
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