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Praktikum und Sozialversicherung

In der Regel sind während des Studiums verpflichtend Praktika abzuleisten. Darüber hinaus nutzen viele Studierende zusätzlich die Möglichkeit, bei freiwilligen Praktika weitere Erfahrungen zu sammeln. Je nach Situation werden diese Praktika unterschiedlich bezüglich der Sozialversicherungspflicht bewertet. Ob und wenn ja welche Abgaben geleistet werden müssen, hängt von der Art des Praktikums ab.

Demnach sind vorab folgende Fragen zu klären:

  • Ist das Praktikum in der Studien- und Prüfungsordnung vorgeschrieben?
  • Findet das Praktikum vor, im oder nach dem Studium statt?
  • Wird ein Entgelt gezahlt?

1. Vorgeschriebenes Praktikum während des Studiums

Ein in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschriebenes Zwischenpraktikum ist sozialversicherungsfrei. Dabei kommt es auch nicht darauf an, wie viele Stunden pro Woche gearbeitet wird oder wie hoch das Entgelt ist. Auch Arbeitgeberbeiträge müssen nicht geleistet werden. Der Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeitrag für Studierende (derzeit rund 80 €) bleibt bestehen. Familienversicherte Studierende sollten allerdings darauf achten, nicht mehr als 425 € im Monat zu verdienen, da sie sonst die Kriterien der Familienversicherung nicht mehr erfüllen und sich selbst (zum Studierendentarif) versichern müssen.

Wichtig: Studierende, die BAföG erhalten, müssen das Praktikum angeben. Einkommen aus einem Pflichtpraktikum fällt nicht in den jährlichen Einkommensfreibetrag beim BAföG, sondern wird voll angerechnet.

2. Vorgeschriebenes Praktikum vor oder nach dem Studium

Bei einem vorgeschriebenen Vor-/Nachpraktikum ohne Entgelt wird die Kranken- und Pflegeversicherung ähnlich wie bei der Krankenversicherung für Studierende geregelt (kostenfrei familienversichert bzw. selbst versichert). In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung besteht eine Versicherungspflicht, die aber durch einen geringen pauschalen Arbeitgeberbeitrag abgegolten wird.

Wird bei einem vorgeschriebenen Vor-/Nachpraktikum ein Gehalt gezahlt, so besteht eine Versicherungspflicht in allen Zweigen, selbst bei einem geringfügigen Beschäftigungentgeld von bis zu 450 € monatlich oder einer kurzfristigen Tätigkeit. Bleibt das Einkommen allerdings unter 325 € monatlich, so bezahlt der Arbeitgeber alle Beiträge.

3. Freiwilliges Praktikum während des Studiums

Ist das Praktikum nicht vorgeschrieben, wird es behandelt wie andere studentische Beschäftigungen auch. Die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung werden von den Studierenden selbst gezahlt. Sind sie noch familienversichert, gilt die Grenze von monatlich 425 €.

Bis zur Einkommensgrenze von 450 € im Monat besteht die Möglichkeit, sich von der Rentenversicherungspflicht zu befreien, darüber hinaus besteht eine Rentenversicherungspflicht.

Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden fällig, wenn mehr als 20 Wochenstunden gearbeitet werden (sog. »Werkstudentenregelung«).

Bei unentgeltlichen Praktika besteht keine Sozialversicherungspflicht.

4. Freiwilliges Praktikum vor oder nach dem Studium

Ein nicht vorgeschriebenes Vor-/Nachpraktikum wird wie eine normale Beschäftigung behandelt. Das heißt, nur bei einer geringfügigen Beschäftigung (Entgelt bis 450 €) entfällt die Sozialversicherungspflicht (außer Krankenversicherungspflicht) bzw. besteht die Möglichkeit der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Ansonsten besteht Sozialversicherungspflicht in allen Zweigen.

Wie auch bei freiwilligen Zwischenpraktika gilt, dass bei unentgeldlichen Praktika keine Sozialversicherungspflicht besteht.

Wenn Sie Fragen zu diesem oder anderen Themen rund um das Studium haben, wenden Sie sich bitte an die Sozialberatungsstelle des Studentenwerks Hannover.

Informationen zum Thema Unfallversicherung im Praktikum  finden Sie auf unserer Seite Unfallversicherung.

 

Ansprechpartner

Studentenwerk Hannover
Abt. Soziales und Internationales 
Sozialberatung
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Postadresse Postfach 58 20
30058 Hannover
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