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28.07.2017

Kopf braucht Dach. Aber bezahlbar

Offener Brief des Studentenwerks Hannover

Portrait Eberhard Hoffmann | Marlene Obst

... zur gestrigen Presseberichterstattung in der HAZ über private Studentenwohnheime


Kopf braucht Dach. Aber bezahlbar

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Abgeordnete, sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter von Stadt und Region, sehr geehrte Hochschulleitungen,

in Hannover entsteht mehr und mehr Wohnraum, der gezielt für Studierende vorgesehen ist. Neben den Bauprojekten des Studentenwerks Hannover investieren auch private Investoren in den Ausbau studentischen Wohnraums. Natürlich begrüße ich solche Projekte, schließlich können in der Landeshauptstadt nur 6,3 Prozent der Studierenden mit einem öffentlich geförderten Wohnheimplatz versorgt werden. Das liegt deutlich unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt von rund 10 Prozent. Bei allem Enthusiasmus über das private Engagement darf aber das Preisniveau der neuen Wohnmöglichkeiten nicht außer Acht gelassen werden.

Studierende brauchen Wohnraum, den sie bezahlen können

327 Euro Miete zahlen Studierende in der Landeshauptstadt im Monat fürs Wohnen – das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 2016. Demgegenüber steht ein durchschnittliches Einkommen der hannoverschen Studierenden von 929 Euro im Monat. Die Miete ist mit 35 Prozent der größte Ausgabeposten im studentischen Haushalt. Tendenz steigend. Allein die durchschnittlichen Mietkosten von Studierenden sind in den vergangenen vier Jahren um 10 Prozent gestiegen. Wenn Studierende aber bis zu 500 Euro und mehr aufbringen müssen, können sie oder ihre Eltern sich das nicht mehr leisten. Denn das wäre bereits mehr als die Hälfte des durchschnittlichen studentischen Einkommens. Solche  Mietkosten haben zur Folge, dass viele Studierende ihren Studienort nicht frei wählen können: Hannover wäre für viele passé.

Günstiger Wohnraum für einen attraktiven Studienstandort Hannover

Gerade Studierende aus weniger einkommensstarken Haushalten und Studierende aus dem Ausland sind dringend auf günstige Wohnheimplätze, wie sie das Studentenwerk Hannover bietet, angewiesen. 41 Prozent der Studierenden, die im Wohnheim leben, gehören zum unteren Einkommensquartil und verfügen lediglich über ein Einkommen von bis zu 700 Euro monatlich. Über rund 2.400 Wohnheimplätze verfügt das Studentenwerk. Für 80 Prozent davon müssen Studierende weniger als die 327 Euro Durchschnittsmiete zahlen.

Öffentliche Förderung hilft

Wenn der Geldbeutel nicht über den Studienerfolg und Studienstandort entscheiden soll, ist die öffentliche Förderung von mehr Wohnheimplätzen zwingend notwendig. Was bringen die besten Studiengänge und renommiertesten Professorinnen und Professoren an einer Hochschule, wenn sich junge Leute das Studium in Hannover schlichtweg nicht mehr leisten können?
Deshalb muss die im Doppelhaushalt 2017/2018 des Landes angelegte Wohnheimförderung, mit deren Unterstützung 174 in Hannover neue Wohnheimplätze in der Haltenhoffstraße geschaffen werden können, weiter fortgeführt und ausgebaut werden. Hier sollten Bund, Land, Kommunen und die Region, die bereits aktiv in der Förderung ist, sich zusammenschließen und handeln. Das wäre ein großer Erfolg und würde nicht nur den angespannten Wohnungsmarkt der Landeshauptstadt erheblich entlasten, sondern auch dem Studienstandort Hannover gut tun – damit Studieren in Hannover gelingt.


Dafür bitte ich um Ihre Unterstützung.


Herzlich grüßt Sie aus dem Studentenwerk

Ihr
 
Eberhard Hoffmann

 

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