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27.06.2017

Kostentreiber Miete ein Problem für viele Studierende

21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks zeigt eindeutig: Studierende brauchen mehr günstigen Wohnraum/Studentenwerk Hannover engagiert sich aktuell mit drei Bauprojekten

Infografik: monatliche Ausgaben 2016 | DSW

Infografik: Rangfolge der Hochschulstädte nach der Höhe der monatlichen Ausgaben für Miete | DSW

323 Euro geben Studierende im Monat durchschnittlich für Miete aus. Damit sind die Mietkosten der größte Ausgabeposten bei den Lebenshaltungskosten. In Hannover legen Studierende monatlich sogar noch vier Euro drauf. Das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die heute in Berlin veröffentlicht worden ist. Damit sind die Mietkosten im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Jahr 2012 in Hannover um 9,4 Prozent gestiegen.

„Der Wohnungsmarkt ist für Studierende in Hannover in den vergangenen vier Jahren noch schwieriger geworden. Umso wichtiger ist jetzt, dass wir mit unseren Bauprojekten gut vorankommen, um die Wohnsituation für Studierende in der Stadt nachhaltig zu verbessern“, erläutert Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover. Ebenso zeigt sich, dass die Entscheidung des Landes, die Fördermittel für die Wohnheimbauten mehrheitlich nach Hannover zu geben (3,8 Millionen von 7 Millionen Euro) richtig ist, liegen die Mietkosten für Studierende hier doch höher als im Durchschnitt Niedersachsens mit 305 Euro.

Bei der Schaffung von mehr günstigem Wohnraum für Studierende ist das Studentenwerk Hannover auf einem guten Weg. Aktuell wird das Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen an der Wilhelm-Busch-Straße gebaut. Zum Wintersemester sollen dort 128 Studierende ein neues Zuhause finden. Parallel dazu wird der Bau des Karmarschhauses 2.0 vorbereitet. Das wird in Zukunft auf dem Gelände des Studentenwohnhauses in der Dorotheenstraße 68 Studierenden einen neuen Wohnheimplatz bieten. Baubeginn ist im kommenden Jahr. Und auf einem Grundstück der Leibniz Universität Hannover an der Haltenhoffstraße sollen bis zu 174 neue Wohnheimplätze entstehen.

Gerade Studierende aus weniger einkommensstarken Haushalten und Studierende aus dem Ausland sind dringend auf Wohnheimplätze der Studentenwerke angewiesen. 41 % der Studierenden, die im Wohnheim leben, gehören zum unteren Einkommensquartil und verfügen lediglich über ein Einkommen von bis zu 700 Euro monatlich – auch das ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung. „Daher wollen wir auch in Zukunft unser Engagement bei beim Bau und dem Erhalt von studentischem Wohnraum intensivieren. Schließlich sollte nicht der Geldbeutel über den Studienerfolg entscheiden“, betont Hoffmann. 

 

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