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23.07.2016

»Studierende schlagen Alarm«

Stellungnahme des Studentenwerks Hannover zur Pressemitteilung von Studierendenvertretern vom 22.07.2016 »Zelten statt Wohnen – Was droht neuen Studierenden in Hannover?«

»Der Aufschrei der Studierenden geschieht völlig zu Recht, und ich hoffe«, so der Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann, »die Politik hört auf ihn«. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür, Anfang 2018 sind Landtagswahlen, und die Mehrheit der Regierungskoalition ist denkbar knapp. Auch ist der Kredit der 2014 abgeschafften Studiengebühren verbraucht. »Wer Studierende (und Wahlen) gewinnen will«, so Eberhard Hoffmann, »muss etwas für sie tun – auch in der Landeshauptstadt Hannover«.

Der Ausbau der Hochschulen ist das eine, da wurde in Niedersachsen viel getan, aber die soziale Infrastruktur, insbesondere günstige Studentenwohnheimplätze, fehlt angesichts weiter steigender Studierendenzahlen mehr denn je. Zwischen dem Wintersemester 2012/13 stieg die Zahl der Studierenden in Niedersachsen von 166.565 auf 197.810 im Wintersemester 2015/16 (+ 31.245); die Zahl der Wohnheimplätze nur von 18.527 auf 18.954 um 427!

In der laufenden Legislaturperiode werden (aus den Haushalten 2014 und 2015 – in 2016 nichts und ebenso wenig im Haushaltsentwurf 2017/18) mit 6,5 Mio. € befristet zinsloser Darlehen knapp 500 Wohnheimplätze in ganz Niedersachsen (davon rd. 100 in Hannover) gefördert. Das sind 13.000 € pro Platz. Bei Baukosten von 65 bis 70.000 € viel zu wenig und aufgrund der Deckelung des Fördertopfes deutlich unterhalb der Förderung im sozialen Wohnungsbau, die zudem durch kommunale Zuschüsse ergänzt wird. Nicht so der Studentenwohnheimbau.

Stand 22.07.2016 hat das Studentenwerk bereits über 1.400 Bewerbungen um einen Wohnheimplatz auf der Warteliste für das Wintersemester 2016/17. Diese Zahl wird sich – ausgehend von den Zahlen der Vorjahre bis zu Semesterbeginn fast verdreifachen. Aber nur 800 Plätze von insgesamt rd. 2.300 werden durch Auszüge dann frei …

Alle großen niedersächsischen Hochschulstädte sind – so die NBank in ihrer Analyse zur Mietpreisbremse – Städte mit angespannten Wohnungsmärkten. Besonders für die Landeshauptstadt Hannover sieht sie eine besondere Anspannung/Gefährdung des lokalen Wohnungsmarktes.

»Ich habe«, so der Geschäftsführer des hannoverschen Studentenwerks, »die Frage vor allem ausländischer Studienanfänger im Ohr ›Was fange ich an in dieser Stadt, die keine Wohnung für mich hat – jedenfalls keine bezahlbare‹«. Die Antwort ist: Kein Studium, jedenfalls nicht in Hannover. – Wollen wir das?

Hessen hat soeben ein 90-Mio.-€-Programm für den Studentenwohnheimbau aufgelegt; selbst der notorisch klamme Stadtstaat Bremen wendet – als Zukunftsinvestition – hierfür deutlich mehr Mittel auf als der Flächenstaat Niedersachsen; von Nordrhein-Westfalen und Bayern ganz zu schweigen. Bei einem Ranking der Wohnheimförderung ist Niedersachsen und insbesondere die Landeshauptstadt ganz unten. Noch einmal: Wollen wir das? »Nein«, meint Eberhard Hoffmann, »das dürfen wir auch nicht, sowohl aus sozialen wie wirtschaftlichen Gründen«. Niedersachsen und Hannover braucht gut ausgebildete Fachkräfte angesichts des demographischen Wandels, und – das zeigen viele Studien – am besten hält und erhält man sie über eine Ausbildung vor Ort (Study) und kann sie dann halten (Stay).

 

Pressemitteilung der hannoverschen Studierendenvertretung: https://www.asta-hsh.de/pressemitteilung-studentischer-wohnraum/

 

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